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Die Geschichte des Bürgervereins/ Bezirksvereins Heckinghausen e.V.


Die Anfänge des Bezirksvereins

Die Gründung des Bezirksvereins Heckinghausen im Jahre 1891 fällt in jene Gründungswelle von Bürger- und Bezirksvereinen, die Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts unsere Stadt erfasste. Schon vorher hatten viele Heckinghauser Bürger ihren Bürgersinn durch ihre Mitarbeit im Rittershauser Spatenclub bewiesen, der sich um die Pflege von Grünflächen in Rittershausen und Heckinghausen, hier insbesondere im Murmelbachtal und auf dem Deisemannskopf (Kaiser-Wilhelm-Höhe) verdient machte.

 

Den Boden für die Gründung eines Bezirksvereins psychologisch vorbereitet hatte der Kampf Heckinghauser Bürger gegen die Erweiterung der Gasanstalt an der Mohrenstraße. Aus Rationalisierungsgründen strebte die Stadt Barmen die Zusammenlegung ihrer Gasanstalten an einer Stelle an und ihre Wahl war auf Heckinghausen gefallen. Aufgrund von Sicherheitsbedenken liefen die Heckinghauser hiergegen Sturm, hielten 1890 zahlreiche Bürgerversammlungen ab und wählten einen Bürgerausschuss unter Vorsitz von Friedrich Wilhelm Finkentey, der die Interessen Heckinghausens vertrat.

 

Wenn dieser Kampf letztlich vergeblich blieb, so standen die Heckinghauser doch dadurch Anfang 1891 für die Gründung eines Bezirksvereins in den Startlöchern. Der letzte Anstoß kam aus einer anderen Richtung. Damals bewegten zahlreiche Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe öffentlicher Aufträge die Gemüter der Barmer, die deshalb am 26.3.1891 eine Bürgerversammlung zum Thema „Das Submissionsunwesen in Barmen" abhielten. Als einer der schärfsten Kritiker von Stadtrat und Stadtverwaltung forderte dabei der Stadtverordnete Dr. med. Witte zur Bildung von Bezirksvereinen auf. Diese Aufforderung wurde von den Heckinghausern sofort aufgegriffen, und schon am 1. April fand in der Gaststätte „Halbach" in der Heckinghauser Straße 159 unter Leitung von F.W. Finkentey die Gründungsversammlung statt. Vorsitzender wurde Adolf Backhaus, bisher schon aktives Mitglied im Bürgerausschuss. Weiterhin wurden Emil Homberg, F.W. Finkentey, C.J. Jäger, Ewald Bockmühl, Wilhelm Ommer, Otto Bergmann, Gustav Ackermann und H. Gründel in den Vorstand gewählt.

 

Zu den Aufgabenschwerpunkten zählte naturgemäß der Kampf gegen die schon erwähnte Gasanstalt. In dieser Sache wurden die Herren Backhaus und Finkentey Ende Januar 1892 sogar beim preußischen Handelsminister von Berlepsch persönlich in Berlin vorstellig. Weiterhin setzte sich der Verein für den Ausbau der Kanalisation und insbesondere für die Pflasterung der Straßen ein, deren Zustand damals besonders beklagenswert war. Massiv unterstützt wurden die dem Bezirksverein genehmen Kandidaten bei den Stadtverordnetenwahlen: Emil Homberg bei den Nachwahlen im Oktober 1891, Fr. W. Finkentey bei den nachfolgenden ordentlichen Wahlen.

 

Der Verein nahm auch lebhaften Anteil an Planung und Bau der ersten elektrischen Straßenbahn im Wuppertal, die von Heckinghausen zum Clef führte. Als die Stadtverordnetenversammlung 1891 den Bau beschloss, stifteten einige begeisterte Vereinsmitglieder bei der nächsten Vereinssitzung im September sofort den erforderlichen Spaten für den ersten Spatenstich. Zusammen mit Oberbürgermeister Wegner unternahm der Vorstand am 15.8.1894 eine Probefahrt mit der „Elektrischen". Beteiligt war man dann selbstverständlich auch bei der feierlichen Inbetriebnahme am 1. September. Nach der ersten Fahrt begrüßte der Vorsitzende Backhaus die Ehrengäste zum Frühschoppen in der Gaststätte Halbach, dankte den Vertretern der Stadt für das „schneidige“ Verkehrsmittel und brachte die üblichen Hochs aus. Abends veranstaltete der Verein ein großes Fest in der „Villa Murmelbach" mit 500 Gästen aus der Heckinghauser Bürgerschaft. Auf der Insel des dortigen Gondelteichs wurde ein großes Feuerwerk abgebrannt. Den Schluss des Festes, das bis zum folgenden Morgen dauerte, bildete ein gemütliches Tanzkränzchen.


Noch vor 1899 übernahm Gustav Ackermann den Vorsitz. Er war bei der Gründung des Verbandes der Barmer Bezirksvereine in diesem Jahr eine Zeit lang auch einer von dessen drei vorläufigen Geschäftsleitern.

 

Ein besonderes Anliegen des Vereins war eigentlich schon seit seiner Gründung die Errichtung eines eigenen Heckinghauser Postamtes. Bisher war auch für den Heckinghauser Raum das Postamt Rittershausen zuständig, obwohl Bedarf für ein eigenes Amt bestand. Der Einsatz hierfür blieb jedoch über mehr als zwei Jahrzehnte vergeblich, obwohl ihn die Stadt Barmen und schließlich auch die Handelskammer unterstützte. Der Bezirksverein erklärte in einer Sitzung vom 30.3.1911 Staatssekretär Kraetke - selbst einst Vorsteher des Rittershauser Postamtes - und die Leitung dieses Postamtes zu den Hauptschuldigen, da sie sich einer Verkleinerung von dessen Zuständigkeitsbereich widersetzten. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges setzte diesen Bemühungen ein abruptes Ende. Erst 1928 bekam Heckinghausen sein Zweigpostamt.

 

Aus dieser Zeit vor dem 1. Weltkrieg sind als Vorstandsmitglieder neben dem Vorsitzenden Gustav Ackermann genannt: Robert Bodenstab als Schriftführer und als Kassierer August von Sondern (1909) und Julius Wülfing (1912). Die Sitzungen des Vereins fanden monatlich in der Restauration „Witwe Friedrich Baum", Heckinghauser Straße 181, statt.

 

Mit Beginn des 1. Weltkrieges endeten nicht nur der Kampf um das Heckinghauser Postamt, sondern im wesentlichen such die Aktivitäten des Vereins. Dies ging damals vielen Bürger- und Bezirksvereinen so, deren Mitglieder an die Front eingezogen wurden. Viele Vereine stifteten damals such große Teile ihres Vereinsvermögens für das Rote Kreuz, Liebesgaben für die Frontsoldaten, Verwundetenpflege etc., doch wird der Heckinghauser Bezirksverein in diesem Zusammenhang nicht genannt.

 

Aktueller 1. Vorsitzender:
Gerhard Dabringhausen (seit 2024)


Ehemalige Vorsitzende:
Adolf Backhaus (1891 - vor 1899)
Gustav Ackermann (vor 1899 - 1914)
Adolf Huth (1925 - 1931)
Hermann Vogelsang (1931 - 1942)
Arnold Auhagen (1951 - 1952)
Hugo Kampermann (1952 - 1956)
Eberhard Nasemann sen. (1956 - 1959)
Walter Schlimpert (1959 - 1964)
Eberhard Nasemann sen. (1964 - 1968)
Gerd Kohler (1968 - 2000)
Günter Wolff (2000 - 2007)
Jürgen Nasemann (2007 - 2024)

 

 

Vereinsgründung:
1. April 1891

 

 

 

Der alte Ortskern von Heckinghausen um 1890 

(Sammlung Prof. Dr. Klaus Goebel) 

Straßenbahner der ersten Stunde in der ersten Remise an der Heckinghauser Str. (WSW-Archiv, koloriert von Wolfgang Meyer )

Villa Murmelbach (Sammlung Dabringhausen) 

Schule Kleestr. im 1. Weltkrieg als Lazarett (Sammlung Marianne Beckmann  im Archiv des Bürgervereins Heckinghausen e.V.)




Zwischen den Weltkriegen

In der schlechten Zeit nach Ende des 1. Weltkrieges fand zunächst niemand die Kraft, den Bezirksverein zu reaktivieren. Revolution, Wirtschaftskrise, Inflation, Währungsreform und französische Rheinlandbesetzung behinderten allgemein die Tätigkeit der Bürger- und Bezirksvereine. Allgemein schrumpfte die einst so umfangreiche Liste der Bürger- und Bezirksvereine im Barmer Adressbuch zeitweilig bis auf einen einzigen Verein.

 

So dauerte es auch in Heckinghausen bis 1925, bis erneut am 1. April - die Widergründungsversammlung stattfand. Vorsitzender wurde Adolf Huth. Für 1926 sind als Vorstandsmitglieder weiterhin nachgewiesen: 2. Vorsitzender Klüber, Kassierer Hermann Vogelsang, Schriftführer Engels und 2. Schriftführer Bohn; 1927 wird der 2. Kassierer Doetsch erwähnt. Die Mitgliederzahl stieg 1926 schon wieder auf über 100; Anfang 1928 waren es schon über 250.

 

Arbeitsschwerpunkte waren der endlich erfolgreiche Kampf um das Zweigpostamt, die Pflege des Murmelbachtals, erneut die Pflasterung der Straßen und auch ihre Beleuchtung, die immer noch sehr zu wünschen übrigließ. Hiermit befasste sich insbesondere auch die Generalversammlung des Vereins vom 14.11.1928. In dieser Versammlung wurde weiterhin gegen die Verteuerung der Stromanschlüsse protestiert. Eine weitere Forderung des Vereins war die Freigabe der Schulhöfe an Nachmittagen für die Jugend.

 


Verschwiegen werden soll such nicht, dass der Verein sich auf der Jahreshauptversammlung am 25.1.1928 entschieden gegen die Vereinigung von Barmen und Elberfeld zu Wuppertal aussprach.

1929 war man auch gegen die Einführung eines Familienbades im Stadtbad „Auf der Bleiche"; wohl aus Gründen der Sittlichkeit wollte man an der strikten Trennung von Herren- and Damenbad festhalten. Nach dem 2. Weltkrieg wäre der Bezirksverein froh gewesen, wenn ihm „Die Bleiche" ausschließlich derart - aus heutiger Sicht - kuriose Probleme bereiten würde.

 

1930 erfolgte erneut der Beitritt zum Verband Barmer Bürger- and Bezirksvereine. Zugleich bewegte die Umgestaltung des Rittershauser Bahnhofs die Gemüter, insbesondere die Frage eines guten Zugangs von Heckinghausen aus. An die Stadt Wuppertal wurden damals keine größeren Forderungen gestellt, da deren Kassenlage sehr schlecht war.

Günstiger entwickelten sich die Finanzen des Vereins, der z.B. 1935 in der Lage war, verschiedenen Institutionen wie Verein für Gemeinwohl, Barmer Verschönerungsverein, Verkehrsverein u.a. Zuschüsse zu gewähren und die Aufstellung von Ruhebänken im Murmelbachtal zu bezahlen.

Der Vereinsvorsitz war Anfang der 30er Jahre von Adolf Huth (gestorben 1947) auf Hermann Vogelsang übergegangen. Nur etwa ein Jahrzehnt dauerte diese Phase neuer Aktivität des Vereins, dann zwang die zunehmende Kontrolle durch die Nationalsozialisten zur Vorsicht. 
Schließlich waren die Mitglieder von Bürger- und Bezirksvereinen „unbequeme Bürger“, dem auf Gleichschaltung aller gesellschaftlichen Kräfte bedachten Regime ein Dorn im Auge. Hartnäckiges Bohren in für den Stadtteil bedeutsamen Fragen bei Rat und Verwaltung war nicht mehr möglich. Zwar lässt sich die Existenz des Vereins anhand von Adressbüchern noch bis 1942 nachweisen. Große Aktivitäten können angesichts der allgemeinen politischen Lage und wegen des inzwischen ausgebrochenen 2. Weltkrieges nicht mehr stattgefunden haben. Und in der Not nach den schweren Bombenangriffen ab 1943 hatte jeder genug damit zu tun, zu überleben. Für die Arbeit eines Bezirksvereins bestand daneben keine Zeit mehr.

 

Konditormeister Adolf Huth

 

 

 

 

 

 

 

 

(Dieses und nachstehendes Bild: Sammlung Marianne Beckmann  im Archiv des Bürgervereins Heckinghausen e.V.)

Versammlung des Bezirksvereins, in der Mitte Adolf Huth

Das Stadtbad Auf der Bleiche (Sammlung Dabringhausen)

Das Zentrum Heckinghausens wurde eine Zeit lang Adolf-Huth-Platz genannt. (Sammlung Marianne Beckmann )



Schwieriger Neubeginn

Der Zusammenbruch 1945 brachte zunächst das Endgültige Aus für den Heckinghauser Bezirksverein: Die Besatzungsmacht verbot das Wiederaufleben der Bürger- und Bezirksvereine. Doch rührige Heckinghauser Bürger waren nicht bereit auf eine derart wichtige und nützliche Einrichtung wie einen Bürger- und Bezirksverein zu verzichten. Als "getarnten" Bezirksverein gründeten acht von ihnen 1948 die "Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe e.V." kurz "AGH" genannt. Zwar musste sich die "AGH" schon nach ihrem Namen und ihrer Zusammensetzung mit einem beschränkten Arbeitsgebiet bescheiden, aber ein Anfang, der viel Gutes für den Stadtteil Heckinghausen schuf, war gemacht.

  

1. Vorsitzender war Eberhard Nasemann sen., Stellvertreter wurde Erich Heuser. Mit Tatkraft und Schwung ging es an den Wiederaufbau. Einmal allerdings mit zu viel Schwung. Zur Finanzierung ihrer Arbeit veranstaltete die „AGH" 1950 eine Verlosung und prompt fand sich der Vorstand wegen unerlaubter Veranstaltung einer Lotterie auf der Anklagebank vor dem Strafrichter wieder. Zum Glück gab es ein mildes Urteil.

 

Nach Aufhebung ihres Verbotes um 1950 nahmen in kürzester Zeit in Wuppertal die alten Bürger- und Bezirksvereine ihre Tätigkeit wieder auf, so auch 1951 in Heckinghausen.

 

Die Initiative ging dabei von der „AGH" aus, von der namhafte Mitglieder am 8.3.1951 in der Gaststätte „Rüggeberg" in der Krautstraße den Bezirksverein wieder gründeten. Es finden sich dabei bekannte Namen wieder wie Bürgermeister Brauda, Erich Heuser, Hugo Klaucke, Hermann Vogelsang - früherer Vorsitzender - sowie die Herren Gühlsdorf, Huth, Willer, Stoffel, Blomberg und viele andere. Erster vorläufiger Vorsitzender wurde ein in Heckinghausen alteingesessener Geschäftsmann, Arnold Auhagen.

 

Wie wahrscheinlich in allen Stadtbezirken lag der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Wiederaufbau des zerstörten Stadtteils, insbesondere durch die Schaffung ausreichenden Wohnraums. Gerade wegen dieses Schwerpunktes suchte Arnold Auhagen nach einem Experten auf dem Gebiet des Bauwesens, den er im Stadtbauamtsmann im Ruhestand Hugo Kampermann fand, der im Frühjahr 1952 den Vorsitz über den Verein übernahm. Arnold Auhagen wurde 2. Vorsitzender.

 

Etwa zu diesem Zeitpunkt erfolgte auch der Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft der Bürger- und Bezirksvereine Wuppertal-Ost. Parallel dazu existierte weiterhin die „AGH", zunächst unter dem Vorsitz von Erich Heuser, dann unter Leitung des späteren Ehrenmitglieds des Bezirksvereins Hugo Klaucke.

 

Dadurch, dass viele Heckinghauser Geschäftsleute in beiden Vereinigungen Mitglied waren, blieben Bezirksverein und „AGH" aber eng miteinander „versippt". Später trat die „AGH", unter Wahrung ihrer eigenen Interessen, dem Bezirksverein geschlossen als Mitglied bei. So lag denn auch der Gedanke an eine vollständige Vereinigung beider nicht fern. Dies umso mehr, als die „AGH" bald ins Hintertreffen geriet. Im Verkehr mit Stadtverwaltung, Stadtwerken, Landesbehörden etc. zeigte sich nämlich, dass die Wünsche der „AGH" als Interessengruppe einer bestimmten Bevölkerungsschicht als zweitrangig betrachtet wurden.

Da es außerdem in den damals ca. 25 Bürger- und Bezirksvereinen Wuppertals in keinem zweiten Bezirksverein eine derartige Untergruppe gab, schien die „AGH" manchmal von den öffentlichen Institutionen als überflüssig betrachtet zu werden. Aus dieser Erkenntnis heraus regte der Stadtverordnete Kleeb auf der Jahreshauptversammlung des Bezirksvereins am 24.5.1955 die Vereinigung an, die in Hugo Kampermann, Arnold Auhagen, Erich Heuser, Willi Breitzke u.a. tatkräftige Befürworter fand.

 

Im Juni 1955 erbrachte ein Rundschreiben der Herren Auhagen und Heuser die Zustimmung von ca. 90 von 122 Mitgliedern der „AGH" zur Vereinigung mit dem Bezirksverein. Einige echt „bergische Dickköppe" versuchten allerdings, in letzter Minute gegenzusteuern. So wurde ein Einladungsschreiben Hugo Kampermanns zu einer gemeinsamen Sitzung aufgrund von Stilfragen ausweichend beschieden. Im August führte Rechtsanwalt Maier, später 2. Vorsitzender des Bezirksvereins, Klage darüber, dass der Vorsitzende der „AGH", Herr Klaucke, bei einer Sitzung der „AGH" ihm und Herrn Kampermann die Tür gewiesen habe. Anfang September 1955 versuchten einige Mitglieder auf einer Versammlung der „AGH" den Austritt aus dem Bezirksverein durchzusetzen.

 

Schließlich gewann aber die Vernunft die Oberhand, und unter dem 20. Juli 1956 findet sich über die „AGH" im Vereinsregister des Amtsgerichts folgende Eintragung: „Durch Beschlüsse der außerordentlichen Mitgliederversammlungen vom 8.5.1956 und 26.6.1956 ist die Auflösung des Vereins beschlossen worden". Am 18.7.1956 fand in der Gaststätte „Rüggeberg" die Jahreshauptversammlung des Bezirksvereins statt. Die Vereinigung von Bezirksverein und „AGH" wurde beschlossen. Zum neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder Eberhard Nasemann sen.; Rechtsanwalt Möller wurde sein Stellvertreter. Weitere Vorstands- und Beiratsmitglied waren u.a. Willi Breitzke, Erich Heuser, der langjährige Schulrektor Werner Röhder und Klaus Goebel, später als Geschichtsprofessor und Stadtverordneter bedeutende Persönlichkeit der Wuppertaler Politik. Hugo Kampermanns Arbeit wurde mit dem Ehrenvorsitz belohnt.

 

Heckinghausen in Trümmern, hier Ecke Heckinghauserstr./Linienstr. Schwach erkennt man hinten den Trümmerhäusern den Turm der zerstörten Johanniskirche. (Sammlung Wolfgang Meyer )

Tombola der Einzelhändler zu Weihnachten 1951:

Kassierer Graff zahlt einem Spätheimkehrer aus Russland einen Gewinn aus:

1000 DM in bar.

  (Heckinghauser Jahrbuch)

 

 

 

 

  

 

Hugo Kampermann                    Eberhard Nasemann sen. 

Hugo Klaucke                                    Rechtsanwalt Möller 

In der Gaststätte Rüggeberg (Vorstehende 5 Bilder: Sammlung Marianne Beckmann  im Archiv des Bürgervereins)


Vielfältige Gruppierungen


Der Schwerpunkt der Arbeit des Bezirksvereins - der Wiederaufbau des Stadtteils einschließlich der gerechten Verteilung von Wohnraum - änderte sich zunächst nicht. Wie sehr sich die damaligen Verhältnisse von den heutigen unterschieden, zeigt sich im ersten Rundschreiben des neuen Vorsitzenden Nasemann, der sich beklagte, dass Heckinghausen wegen seiner „dörflichen Beleuchtung" immer noch den Beinamen „Dunkelster Stadtteil Wuppertals" trage.

Bemerkenswert ist weiterhin, dass auch die einzelnen Teile Heckinghausens noch nicht in dem Maße zusammengewachsen waren, wie das heute der Fall ist. Noch im Geschäftsbericht des Bezirksvereins vom 2. 4.1958 werden heute als „Ur-Heckinghauser-Land" geltende Gebiete wie Plückersburg, Konradswüste und Hammesberg in einem Atemzug mit Laaken als „Nachbarorte" von Heckinghausen-Heidt bezeichnet. Die Straße „Plückersburg" hatte sogar einen eigenen Bezirksverein. Gründer und 1. Vorsitzender war ein Polizeimeister im Ruhestand, dessen Name bisher nicht ermittelt werden konnte. Seine eigentliche Bedeutung erreichte dieser Verein unter seinem Nachfolger Werner Schuch. Vereinslokal war die Gaststätte „Lindenhor in der Plückersburg.

 

Weiterhin gab es eine Interessengemeinschaft der Bürger- und Bezirksvereine Laaken, Konradswüste, Plückersburg und Schulpflegschaft „Zu den Erbhöfen - Hammesberger Weg", die gegründet wurde, um den Bau einer Turnhalle an der Schule Hammesberg durchzusetzen, ein Bemühen, das 1962 seinen erfolgreichen Abschluss fand. Die Interessengemeinschaft bestand aus den Bezirksvereinen Laaken und PIückersburg, der Siedlergemeinschaft Konradswüste und der genannten Pflegschaft. Vorsitzender war Edmund Vette vom Bezirksverein Laaken, Geschäftsführer Hansjörg Laute von der Siedlergemeinschaft.

 

Diese Interessengemeinschaft bestand bis Anfang der 60er Jahre. Die Arbeit des Bezirksvereins Plückersburg schlief bald darauf ein, als Werner Schuch aus beruflichen Gründen den Vorsitz niederlegen musste und sich kein Nachfolger fand.

In den 50er Jahren bemühte sich der Bezirksverein um den Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Schule Kleestraße, der im Oktober 1960 vollendet wurde. Weiteres wichtiges Problem war die Verkehrsführung auf der Heckinghauser Straße, wo zahlreiche Unfälle infolge des zunehmenden Verkehrs die Heckinghauser beunruhigten, ein Problem, das auch heute wieder aktuell ist, nachdem die Heckinghauser Straße Umleitungsstrecke infolge des Umbaus der B 7 geworden ist. Weiteres wichtiges Thema war - wie bei allen Bürger- und Bezirksvereinen des Wuppertaler Ostens - der leider vergebliche Kampf gegen die Stilllegung der Barmer Bergbahn. Vergeblich waren auch die Bemühungen um die zerstörte Herrenschwimmhalle im Stadtbad „Auf der Bleiche".

Zu Weihnachten 1958 erschien dann das erste Heckinghauser Jahrbuch, damals noch unter dem Titel „Heckinghausen bietet mehr", ab 1959 „Weihnachten in Heckinghausen". Die Auflage wuchs schließlich auf 10.00 Exemplare an. Inzwischen sind es 8.000. Es wird an alle Haushalte des Stadtteils und der angrenzenden Bezirke kostenlos verteilt; die Finanzierung übernahmen bis nach der Wende zum 21. Jahrhundert die Heckinghauser Geschäftsleute durch ihre Anzeigen. Infolge des Rückgangs des Einzelhandels kommen die Anzeigen heute aus ganz Wuppertal.

 

Schule Hammesberg um 1880 (Sammlung Prof. Dr. Klaus Goebel)

Siedlerversammlung auf der Konradswüste

(Sammlung Udo Schlieper)

Neubau der Schule Kleestr.

(Heckinghauser Jahrbuch 1959)



Der Bezirksverein in der Krise

Im Oktober 1959 musste Eberhard Nasemann sen. wegen beruflicher Überlastung den Vorsitz des Bezirksvereins niederlegen, den zunächst der bisherige 1. Kassierer, Walter Schlimpert, kommissarisch übernahm. Angesichts der Belastung, die das Amt des 1. Vorsitzenden mit sich bringt, lehnte der 2. Vorsitzende, Alfons Graff, eine Kandidatur ab. Auch Walter Schlimpert musste in einer Vorstandssitzung am 12.1.1960 erst noch „bearbeitet" werden, ehe er sich zur Übernahme der Vereinsführung bereit erklärte.

Am 27.1.1960 bestätigte ihn dann die Jahreshauptversammlung als neuen Vorsitzenden. Neuer 1. Kassierer wurde der spätere Stadtverordnete Breitenborn, 1. Schriftführer Wolfgang Meyer, der fast 6 Jahrzehnte in Vorstand und Beirat dienen sollte. Es kam allerdings bald zu einigen Reibereien. Auf der Jahreshauptversammlung vom 13.3.1962 waren lediglich 27 stimmberechtigte Mitglieder erschienen, von denen nur 20 für die Wiederwahl Walter Schlimperts stimmten; 6 enthielten sich der Stimme, 1 Mitglied stimmte mit nein. Walter Schlimpert wollte daraufhin zunächst die Wiederwahl nicht annehmen.

 

Schwierigkeiten brachte auch die Wahl des 1. Schriftführers. Aufgrund von Differenzen mit dem Vorsitzenden schied Wolfgang Meyer aus Vorstand und Beirat aus; ein Nachfolger konnte erst nach langen Diskussionen dadurch gefunden werden, dass Friedrich Wilhelm Otto als Beiratsmitglied sich bereit erklärte, zusätzlich Schriftführeraufgaben zu übernehmen. Zeitweilig musste in der Folgezeit der Vorsitzende das Protokoll über die Vorstandssitzungen selbst führen!

Insgesamt muss eingestanden werden, dass sich der Bezirksverein damals in einer Krise befand. Die Zahl der Mitglieder nahm beständig ab; Aktive waren kaum noch vorhanden. Die Jahreshauptversammlung vom 25.3.1964 musste wegen Beschlussunfähigkeit - anwesend waren nur 11 stimmberechtigte Mitglieder abgebrochen werden.

 

Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 23.4.1964 stand sogar die Auflösung des Vereins auf der Tagesordnung, vielleicht auch nur, um viele Mitglieder zum Erscheinen zu bewegen. Dieser Tagesordnungspunkt wurde dann aber von den 39 erschienenen Mitgliedern einstimmig gestrichen. In der nachfolgenden geheimen Kampfabstimmung setzte sich Eberhard Nasemann sen. mit 28 zu 11 Stimmen gegen Walter Schlimpert als (alter) neuer Vorsitzender durch. Bei den Beiratswahlen fielen so prominente Mitglieder wie die Herren Schlimpert, Heuser und Kohler (Vater des späteren Vorsitzenden Gerd Kohler) durch. Als 1. Kassierer wurde der Stadtverordnete Breitenborn wieder gewählt; die Herren Röhder und Kern übernahmen anschließend die Aufgaben der Schriftführer. Der damalige 2. Vorsitzende, Rechtsanwalt Krusenotto, blieb im Amt. 1965 folgte dann Friedrich Wilhelm Otto als 2. Vorsitzender. Walter Schlimpert ist noch 1964 verstorben.

 

Im Jahre 1966 wurden dem Verein eine Reihe von Mitgliedern durch den Tod entrissen: Der Ehrenvorsitzende Hugo Kampermann (85), der 2. Vorsitzende Friedrich Wilhelm Otto im Alter von nur 35 Jahren und Erich Heuser. Auf der Jahreshauptversammlung wurden die entstandenen Lücken u.a. mit der Wahl Gerd Kohlers zum 2. Vorsitzenden und des späteren Karnevalsprinzen Adolf Hedermann zum 1. Schriftführer geschlossen.

In der zweiten Jahreshälfte verstarb auch noch der 2. Schriftführer, Rudolf Kern, dessen Aufgaben Elmar Böhmer übernahm. Im Herbst 1966 konnte auch der ehemalige Schriftführer Wolfgang Meyer wieder für die Arbeit im Beirat gewonnen werden. Eine intensive Werbeaktion brachte 31 Neumitglieder, ohne dass gleichzeitig auch nur eine Abmeldung erfolgte.

Im gleichen Jahr konnte auch der Umfang der doch arg zum „Anzeigenfriedhof" heruntergekommenen Broschüre „Weihnachten in Heckinghausen" verdoppelt und die Auflage um 2.500 auf 7.500 erhöht werden, womit erstmalig eine Zustellung an alle Heckinghauser Haushalte möglich war. Zugleich erfolgten die Aufnahme des lange traditionellen Preisausschreibens sowie die Umbenennung in „Heckinghauser Jahrbuch". Kein Zweifel, der Bezirksverein hatte die Krise überwunden.

 

 

Manchmal griff Eberhard Nasemann sen. in der Wahrnehmung der Interessen Heckinghausens allerdings zum groben Keil: Als es zu Belästigungen von Frauen im Murmelbachtal kam, wandte sich der Bezirksverein zunächst vergeblich an Polizei und Stadtverwaltung. Daraufhin erklärte Nasemann in der Presse, der Bezirksverein werde jetzt eine bewaffnete Bürgerwehr aufstellen, die im Murmelbachtal Doppelstreifen liefe. Der Sturm der Empörung über diese Missachtung des staatlichen Gewaltmonopols war gewaltig. Immerhin verstärkte die Polizei zur Beschwichtigung der Heckinghauser ihre Präsens im Murmelbachtal, worauf die Belästigungen aufhörten. So bezog Eberhard Nasemann sen. zwar öffentlich gehörige Prügel, erreichte aber sein Ziel.  

Vorstandssitzung am 20.09,1961; v.l.n.r: Erich Heuser, Wilfried Sträter, Ewald Hager, Hugo Kampermann, Heinz Breitenborn, Walter Schlimpert, Wolfgang Meyer, Theo Pernack, Harald Krusenotto, Friedrich W. Otto (Sammlung Marianne Beckmann )

Diese Häuserzeile wurde zum Ausbau der Heckinghauser Str. abgerissen, links das Cafe Huth, in der Mitte Gaststätte Bubenzer (Sammlung Marianne Beckmann 

Das alte Zentrum Heckinghausens in den 1950er Jahren mit Kriegsschäden aber noch vor der Totalzerstörung durch den Straßenbau ab 1976 (Sammlung Prof. Dr. Klaus Goebel)

Bau der Norrenbergerstr. (Sammlung Heinrich Stecher )



Die Ära Kohler

Zur Jahreshauptversammlung am 12.2.1968 im „Heckinghauser Krug" kandidierte Eberhard Nasemann sen. aus Altersgründen nicht mehr um den Vorsitz. Sein Nachfolger wurde Gerd Kohler, sein Vertreter Wolfgang-Elmer Böhmer. Wolfgang Meyer übernahm wieder das Amt des 1. Schriftführers, Heinz Breitenborn blieb 1. Kassierer. Die Verdienste Eberhard Nasemanns sen. wurden mit dem Ehrenvorsitz gewürdigt; der bisherige 2. Kassierer und langjährige Mitarbeiter Theo Pernack wurde Ehrenmitglied, eine Auszeichnung, die zwei Jahre später auch dem Beiratsmitglied Paul Schwaner verliehen wurde. Für den Beirat konnten weitere Aktive gewonnen werden, u. a. der spätere stellv. Vorsitzender Heinz Wagner und Bernhard Simon, später lange  Stadtverordneter.

 

Nach dieser Jahreshauptversammlung nahm der Bezirksverein ständig an Größe und Bedeutung zu, was zu einem guten Teil auch dem neuen Vorsitzenden zu verdanken war, sowohl infolge der von ihm selbst geleisteten Arbeit, als auch dadurch, dass er es verstand, ständig neue aktive Mitglieder in Vorstand und Beirat zu integrieren. Dadurch konnte ein ständig steigendes Arbeitspensum bewältigt werden, das zugleich durch erhöhte Außenwirkung die Mitgliederwerbung positiv beeinflusste. 

Im Jahre 1968 bekam der Bezirksverein endlich auch ein eigenes Emblem: es zeigt die alte Heckinghauser Brücke und den Gaskessel an der Mohrenstraße, zwei Wahrzeichen des Stadtteils. Die Mitgliederwerbung war in diesem Jahr mit über 100 Neuzugängen besonders erfolgreich. In den Folgejahren waren es durchschnittlich etwa 50-60. Die Mitgliederzahl wuchs allmählich von 249 (1967) auf ca. 630 (1990).

Die Jahreshauptversammlung 1969 brachte weitere personelle Veränderungen: Wolfgang Meyer wurde 2. Vorsitzender, Bernd Simon 1. Schriftführer, Siegfried Elben 1. Kassierer. In einer der letzten Kampfabstimmungen der Vereinsgeschichte setzte sich Marlies Kilian (spätere Stadtverordnete Tempel) gegen Jack Hagmann als 2. Schriftführerin durch. In späteren Jahren verliefen Vorstandswahlen dann ohne größere Auseinandersetzungen.

 

Bei den Schwerpunkten der Vereinsarbeit tauchten Anfang der 70er Jahre schon bekannte Probleme wieder auf: Stadtbad „Auf der Bleiche", Verschönerung des Murmelbachtals, wo endlich der lang ersehnte Minigolfplatz fertiggestellt wurde, so die Fragen der Verkehrsführung, des Straßenausbaus, der Sicherung des Fußgängerverkehrs etc.. Der Kampf um eine Turnhalle im Heckinghauser Osten führte schließlich auf einem Grundstück an der Ziegelstraße zum Erfolg.

An Bedeutung verloren hatten Fragen wie Wiederaufbau, Wohnungsnot und schlechte Straßenbeleuchtung; dafür kamen neue Themen wie z.B. Auseinandersetzungen mit der Bundespost über Fernsprechhäuschen, Postzustellung und Schließfächer in der Heckinghauser Post oder auch die Herrichtung innerstädtischer Grünflächen, z.B. an der Waldeckstraße, hinzu.

Durch ständiges Nachbohren bei Rat und Verwaltung, aber auch durch Einsatz eigener Arbeits- und Finanzmittel konnte auch die Instandsetzung und -haltung der Heckinghauser Kinderspielplätze, so an der Mohren-, Spieker- und Krautstraße als auch im Murmelbachtal, erreicht werden.

1971 wurde mit Anschluss der Siedlung Konradswüste an eine Buslinie ein weiterer Wunsch des Bezirksvereins verwirklicht.

 

Es werden auch eine Reihe von größeren Veranstaltungen durchgeführt wie Altenfeiern, Sommer- und Winterfeste sowie Ausflugs- und Besichtigungsfahrten. Als größte Veranstaltung muss das alljährliche Kinderfest im Murmelbachtal genannt werden. Es fand 1965 zum ersten Mal statt und zählte bis zu 12.000 Besucher (so 1970). Anfang der 80er Jahre wurde es dann durch eine jährliche Ausflugsfahrt für Kinder abgelöst.

Größere personelle Veränderungen im geschäftsführenden Vorstand gab es erst wieder auf der Jahreshauptversammlung 1973. Der bisherige 1. Schriftführer Bernd Simon war im Laufe des Jahres 1972 aufgrund von Differenzen zurückgetreten. Sein Amt übernahm Heinz Wagner (bisher schon 2. Schriftführer). Bei der Wahl des 1. Kassierers setzte sich Jack Hagmann anstelle des erkrankten Siegfried Elben, der später Ehrenmitglied wurde, gegen Eberhard Nasemann junior - wie sein Vater langjähriger Aktiver des Vereins - durch. 1975 gab Wolfgang Meyer aus beruflichen Gründen das Amt des 2. Vorsitzenden auf; er ist aber seitdem ständiges Mitglied im Beirat. Heinz Wagner wurde sein Nachfolger, Ursel Schulten 1. Schriftführerin.

 

Das Emblem des Bezirksverein von 1968 bis 2014

Das 1976 abgerissene Postamt an der Ecke Heckinghauser Str./Müllerstr. (Sammlung Bürgerverein Heckinghausen e.V.)

Als die Straßenbahn noch durch die Lenneperstr. fuhr.

(Archiv WSW, Sammlung Michael Malicke)

Kinderfest im Murmelbachtal (Sammlung Bürgerverein Heckinghausen e.V.)



Das Heckinghauser Bleicherfest

Das Jahr 1975 war für den Bezirksverein Heckinghausen e. V. von besonderer Bedeutung. Aufgrund der damaligen Erkenntnisse ging man nämlich davon aus, dass der Verein in diesem Jahr 60 Jahre alt würde. Dieses Jubiläum sollte im Rahmen eines großen Heimatfestes begangen werden. Schon im November 1973 fand unter Beteiligung der Heckinghauser Vereine die erste Sitzung hierzu statt. Viele Ideen wurden erwogen: Sportveranstaltungen, Kinderfest, Ball in der Stadthalle. Lange Zeit favorisierte man ein großes Festzelt auf dem Sportplatz Widukindstraße.

 

Als sich all diese Pläne zerschlugen, erinnerte man sich an ein zweites Jubiläum: die alte Heckinghauser Brücke wurde 200 Jahre alt. Damit war der richtige Rahmen für das Fest gefunden: Höhepunkt der Festwoche vom 13. - 20.09.1975 war das unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Gottfried Gurland stehende Heimat- und Brückenfest am 14.09.1975 mit großem Flohmarkt. 400 Aussteller zählte man damals. Der Bezirksverein übernahm die Organisation, die Heckinghauser Vereine den Betrieb der Bier- und Wurststände. Mit 45.000 Besuchern war es die größte Veranstaltung, die bis dahin in Heckinghausen stattgefunden hatte.

 

Das Programm der Festwoche wurde ergänzt durch eine Skiffle- und Rockabend, Seniorenparty, diverse Sportveranstaltungen einschließlich Prominentenfußballturnier (Rat der Stadt gegen Heckinghauser Vereine) und großer Sportschau in der Heckinghauser Sporthalle. Den Abschluss bildete das große Kinderfest (17.000 Besucher) mit Start von Heißluftballons und anschließendem großen Fackelzug.

 

Ursprünglich sollte das Heimat- und Brückenfest ein einmaliges Ereignis bleiben. Niemand konnte damals voraussehen, dass sich daraus eine dauerhafte Einrichtung entwickeln sollte: Das Heckinghauser Bleicherfest. Dies war zunächst noch Zukunftsmusik. 1976 beteiligten sich die Heckinghauser Vereine unter Leitung des Bezirksverein am großen Jubiläumsfest vom 22.05. zum 75. Geburtstag der Schwebebahn. „Einsatzort“ war der Schwebebahnhof Oberbarmen. Der Erlös hieraus wurde für die Herrichtung des großen Teiches im Murmelbachtal verwendet.

 

Dies war damals ein besonderes Anliegen des Bezirksvereins. Die Stadt Wuppertal hatte das Gelände Ende 1975 ankaufen können, zögerte aus Kostengründen aber zunächst mit weiteren Schritten. Der Bezirksverein eröffnete deshalb zur Finanzierung ein Spendenkonto, das er aus eigenen Mitteln mit 10.000 DM Startkapital ausstattete. Sammelaktionen in der Bevölkerung und der Verkauf von „Bausteinen“ brachten weitere Geldmittel.

 

Auf Anregung und unter der Leitung des Bezirksvereins schlossen sich die Heckinghauser Vereine, die drei im Rat vertretenen Parteien und die damals noch zuständige Bezirksvertretung Oberbarmen zur Gemeinschaftsaktion „Murmelbachtal“ zusammen. Bundeswehr und technisches Hilfswerk konnten für kostenlose Sprengung vorhandener Gebäudetrümmer, Planierung von Wegen und zur Entschlammung des Teiches gewonnen werden. Insgesamt kamen über 25.000 DM an Spenden zusammen, die direkt zur Verfügung des Garten- und Forstamtes der Stadt gestellt wurden. Am 02.10.1977 konnte das Fest zur Fertigstellung der ersten Baustufe gefeiert werden. Dieses großartige Resultat der Arbeit des Bezirksvereins beeindruckte Rat und Verwaltung derart, dass in der Folgezeit nennenswerte Beträge für das Murmelbachtal im Haushalt der Stadt bewilligt wurden.

 

Nur in einer Hinsicht erwies sich die Aktion „Murmelbachtal“ als Fehlschlag: in Unkenntnis der Tatsache, dass das Gesetz jedes Gewässer dem Fischereirecht unterwirft, setzte der Bezirksverein in einem der Murmelbachteiche Fische aus. Der Fischereipächter angelte die Fische weg und ließ sie - vermutlich - in den Kochtopf wandern.

 

Das nächste Bleicherfest - es soll mal so genannt werden, obwohl es damals noch nicht so hieß - kam nur nach etlichen Schwierigkeiten zustande. Ursprünglich dachte niemand im Bezirksverein an eine Wiederholung eines derartigen Festes, doch plante die Stadt Wuppertal für den 14.05.1977 das Fest der Garnnahrung anlässlich der 450-Jahrfeier zur Verleihung des Privilegs des Garnbleichens an die Bleicher in Wuppertal. Eine Arbeitsgemeinschaft „Freizeit und Sport“ mehrerer zum Teil auch „nichtheckinghauser“ Vereine unter Führung der Schwimmabteilung des ASV Wuppertal hatte gegenüber dem Presse- und Werbeamt die Durchführung einer Veranstaltung in Heckinghausen übernommen, da der von der Stadt erst sehr spät hierüber unterrichtete Bezirksverein zunächst zögerte. Hierdurch entstand eine unerfreuliche und unnötige Konkurrenzsituation, die aber letztlich zugunsten des Bezirksverein und der Kooperation Heckinghausen Vereine entschieden wurde. Das Fest selbst wurde dann ein voller Erfolg.

 

1978 wurde wieder ausgesetzt, da es genug andere wie z. B. mehrere Matinee-Veranstaltungen im Murmelbachtal gab, aber mit dem Flohmarkt am 09.06.1979 zum Stadtjubiläum (50 Jahre Wuppertal) begann dann das Bleicherfest, wie es ab 1982 hieß, endgültig zu einem Selbstläufer zu werden. Es entwickelte sich zur zweitgrößten Tagesveranstaltung in Wuppertal; die Besucherzahlen schwankten von Jahr zu Jahr zwischen 150.000 und 250.000.

 

Zur Organisation des Bleicherfestes legte sich der Bezirksverein eine richtige Geschäftsstelle zu, zunächst im Stadtbad auf der Bleiche (1991-1994), dann in der Werléstr. 36 (1995-2012), danach in der Heckinghauser Str. 182. (2013-2021). Eine angestellte Kraft, Frau Dorothea Rettberg, wurde zum guten Geist der Geschäftstelle.

 

Die Organisationsleitung lag lange Jahre in den Händen von Klaus Eicken. Er bekleidete von 1981 - 1988 auch das neugeschaffene Amt des 2. stellv. Vorsitzenden, ehe beide Aufgaben von Heinz Kurzhals übernommen wurden. Dieser war seit 1980 1. Schriftführer anstelle von Frau Schulten, die aufgrund mehrerer Mutterschaften entlastet werden musste und deshalb 2. Schriftführerin wurde, ehe sie 1988 ihr altes Amt wieder übernahm. Als 1. Kassierer folgte 1986 auf Jack Hagmann († 1996) Kurt Steinert, ehe 2 Jahre später Hans-Hermann Oberlies diese Aufgabe übernahm. Im Jahre 1986 verstarb der Ehrenvorsitzende Eberhard Nasemann sen. 85jährig an den Folgen eines Unfalls. Der langjährige Aktive Rudi Hohmann († 1992) wurde 1988 für seine Arbeit mit der Ehrenmitgliedschaft belohnt. 1991 folgte Günter Wolff als 1. stellv. Vorsitzender auf Heinz Wagner, der sich aus Altersgründen in den Beirat zurückzog und Anfang 1993 verstarb. 

  

Das Brückenfest 1975 (Sammlung Bürgerverein Heckinghausen e.V.)

1975: Oberbürgermeister Gottfried Gurland beim Brückenfest (Sammlung Bürgerverein Heckinghausen e.V.)

Bleicherfest 1992, hier Waldeckstr. (Sammlung Gerhard Dabringhausen)

Bleicherfest 1998, hier Widukindstr. (Sammlung Gerhard Dabringhausen)

Die Langerfelder Bleicher marschieren ein. (Sammlung Gerhard Dabringhausen)

"Mister Bleicherfest" Heinz Kurzhals (rechts) inspiziert das Fest von oben. (Sammlung Gerhard Dabringhausen)



Zwei "uneheliche" Kinder des Bezirksvereins

Unterstützt wurde die Arbeit lange Zeit von zwei Vereinigungen, die so etwas wie „uneheliche Kinder“ des Bezirksvereins waren: Die Kooperation Heckinghauser Vereine und die Werbegemeinschaft Heckinghausen. Gerd Kohler hatte als Vorsitzender schon kurz nach Beginn seiner Tätigkeit versucht, die Kontakte zu den Heckinghauser Vereinen zu verbessern und zu einer ständigen Einrichtung zu machen. Die ersten Bleicherfeste in den 70er Jahren zwangen dann zu regelmäßigen Arbeitssitzungen der Vereine, da ein Verein allein ein derartiges Fest nicht bewältigen kann. Die Federführung bei diesen Sitzungen übernahm der Bezirksverein. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit die Kooperation Heckinghauser Vereine, der neben dem Bezirksverein rd. 20 weitere Vereine (Sportclubs, Karnevals-, Kleingartenvereine, Siedlergemeinschaft Konradswüste u.a.m.) angehörten.

 

Eine der Hauptaufgaben der Kooperation war die Ausrichtung des Bleicherfestes; daneben bestanden aber auch vielfältige Kontakte zu allen für Heckinghausen wichtigen Problemen. Jeder Verein hat zudem die Gelegenheit, sein Vereinsleben in Beiträgen zum Heckinghauser Jahrbuch allen Bürgern des Stadtteils zu schildern. Weiterhin erfolgte in der Kooperation die Koordination aller wichtiger Veranstaltungstermine, um Überschneidungen und Konkurrenzsituationen z. B. bei Sommerfesten, zu verhindern. 1989 wurde erstmalig ein großes Fußballturnier unter Federführung des Beiratsmitgliedes Günter Wolff durchgeführt, bei dem um den vom Bezirksverein gestifteten und von Manfred Lieverkus (seit 1993 Beiratsmitglied) vom ehemaligen WSC gefertigten Heckinghausen-Cup, der ein Miniaturabbild des Gaskessels an der Mohrenstraße ist, gespielt wurde.

 

Zwischenzeitlich waren auch mehrere Vereine Mitglied im Förderverein für den Ausbau der Mehrzweckhalle im Stadtbad Auf der Bleiche. Die enge Zusammenarbeit innerhalb der Kooperation stärkte die Kräfte des Bezirksvereins beim Einsatz für die Interessen Heckinghausens. Zugleich war die Kooperation ein gutes Tätigkeitsfeld für die Mitgliederwerbung.

 

Ein weiterer wichtiger Partner des Bezirksvereins war die Werbegemeinschaft Heckinghausen. Schon seit den Tagen der „AGH“ profitierte der Bezirksverein auch von dem Engagement der Gewerbetreibenden. Diese bildeten auch nach der Vereinigung von „AGH“ und Bezirksverein einen Arbeitskreis innerhalb des Vereins, der sich regelmäßig traf. Nachdem die Gewerbetreibenden unter Mithilfe des Bezirksvereins 1984 den ersten Heckinghauser Weihnachtsmarkt veranstalteten, beschlossen sie auf Anregung des Bezirksvereins, ihre Arbeit auf eine breitere und selbständigere Basis zu stellen. Sie gründeten deshalb 1985 die Heckinghauser Werbegemeinschaft. Den Vorsitz führte mit Jörg Fett ein Mitglied des Beirats des Bezirksvereins. 

 

Die Werbegemeinschaft richtete seitdem jedes Jahr an einem Wochenende nach dem Nikolaustag den Heckinghauser Weihnachtsmarkt aus und nahm auch am Heckinghauser Bleicherfest teil, um nur die wichtigsten Aktivitäten zu nennen. Außerdem war sie ständiger Gast der Sitzungen der Kooperation Heckinghauser Vereine.

Nach der Jahrtausendwende ging es mit der Werbegemeinschaft aber allmählich bergab. Immer mehr Geschäfte schlossen, die Kosten für die städtischen Auflagen beim Weihnachtsmarkt stiegen immer weiter. Nach dem Tod von Jörg Fett 2007 mühte sich noch einige Jahre seine Tochter Sabine Doll mit dem Vorsitz ab. Dann löste sich die Werbegemeinschaft leider auf.

Vorsitzender Gerd Kohler überreicht 1991 den Gaskesselpokal an die Siegermannschaft (Sammlung Bürgerverein Heckinghausen e.V.)




100 Jahre Bezirksverein

Das Jahr 1991 war von besonderer Bedeutung für den Bezirksverein. Wegen der fehlenden Unterlagen war das genaue Alter des Bezirksvereins unbekannt gewesen. Als 1990 der Stadtverband der Bürger- und Bezirksvereine den Plan fasste, ein Buch über die Geschichte der Wuppertaler Bürger- und Bezirksvereine herauszugeben, erforschte man anhand alter Zeitungen und Adressbücher im Stadtarchiv die Geschichte des Vereins. Dabei stellte sich dann heraus, dass das 100jährige Jubiläum unmittelbar bevorstand.

 

Nach dem Vorbild von 1975 veranstaltete der Verein vom 23. - 30.06.1991 eine große Heckinghauser Festwoche. Diese begann am Sonntag, dem 23.06. mit dem Bleicherfest (ca. 250.000 Besucher). Montags folgte Prominentenfußball auf dem Sportplatz Widukindstraße, dienstags stand das Murmelbachtal im Mittelpunkt mit Volkswandern und Volkslauf, Minigolfturnier, Modellbootschau und Westerngrillparty. Mittwochs waren Marionetten-Theater für Kinder, Skat-, Dart- und Kegelturniere sowie ein Jugend-Rockabend angesagt. Donnerstag spielte sich alles im Stadtbad Bleiche ab: Schwimmgymnastik, Wasserballett, Mutter-und-Kind-Schwimmen; abends dann Bleicheabend, Weinlaube und Eröffnung der Ausstellung „Unser Heckinghausen gestern - heute - morgen“.

 

Von Freitag, den 28.06. bis Sonntag, den 30.06.1991 stand ein großes Festzelt für 900 Personen auf dem Sportplatz Widukindstraße. Freitagabend war der „Stimmungsmacher der Nation“ Tony Marshall dort zu Gast. Samstags fand zunächst ein Bunter Nachmittag (nicht nur) für Senioren statt. Parallel dazu erfolgten Stadtrundfahrt, Kaiserwagenfahrt mit der Schwebebahn und Heckinghauser Rundgang. Abends sorgte dann u. a. das Eilemann Trio auf dem „Rheinischen Abend“ für Stimmung. Sonntagmorgen traf man sich zum „musikalischen Frühschoppen“. Gleichzeitig fand als feierlicher Höhepunkt der Festwoche ein großer Empfang im Paul-Gerhardt-Haus statt, bei der Ministerpräsident Johannes Rau die Laudatio auf den Bezirksverein hielt. Ein „Bunter Heckinghauser Nachmittag“, veranstaltet von der Heckinghauser Werbegemeinschaft, schloss sich an. Zum krönenden Abschluss war Humor angesagt: Beim „Großen Heckinghauser Abend“ sorgten Humoristen und Parodisten für immer neue Lachsalven; absoluter Star des Abends war Fips Asmussen, die „Quasselstrippe von der Waterkant“.

 

Die Festwoche war ein glänzender Erfolg, der allerdings dem Vorstand den letzten Einsatz abverlangte. Unbemerkt vom Publikum steuerte man mehrfach am Rand einer Krise entlang. Dienstag goss es in Strömen, doch pünktlich zum Beginn der Westerngrillparty wurde es schön. So schön, dass infolge des großen Besucheransturms Bier und Würstchen knapp wurden. Der Jugend-Rockabend war - zum Glück als einzige Veranstaltung - schwach besucht. Donnerstag fand während des Bleicheabends eine Krisensitzung wegen des schleppenden Kartenvorverkaufs der Zeltveranstaltungen statt. Zur Abendkasse strömte aber dann noch genug Publikum, um das Zelt zu füllen.

 

Besonders „dick“ kam es freitags abends: Tony Marshall steckte auf der Autobahn im Stau. Rasch wurde ein Parodist unter der Dusche wegengagiert, um die Zeit bis zum Eintreffen des Hauptstars zu überbrücken. Dann wurde die exakte Planung der Platzverteilung hinfällig, da der Zeltbetreiber sich beim Aufbau nicht daran gehalten hatte. Schließlich fiel aufgrund eines defekten Kabels dauernd der Strom aus. Als sich deshalb die Kapelle vorübergehend sogar weigerte, weiterzuspielen, ergriff Gerd Kohler selbst kurzerhand ein Akkordeon und unterhielt das begeistert mitsingende Publikum mit bergischen Heimatliedern, bis Tony Marshall dann doch noch eintraf und sein Programm startete. Das Schicksal hatte nochmals „den Daumen dazwischen gehalten“.

 

 

Vorstand und Beirat 1991 anlässlich der Verleihung der Verdienstmedaille an Gerd Kohler

Stehend von links nach rechts:

Kurt Steinert, Jörg Fett, Heinz Wagner, Wolfgang Klemm, Sylvia Heinig, Gerhard Dabringhausen, Jürgen Nasemann, Ursula Schulten, Giesela Geselle, Egon Hase, Hans Hermann Oberlies, Kurt Reitz, Werner Schwarz, Martin Wulfmeyer, Julius Hille

Sitzend: Hans Rose, Gerd Kohler, Adolf Hedermann, Wolfgang Meyer, Heinz Kurzhals, Günter Wolff 

Es fehlen: Klaus Brausch, Michael Jacobi, Jürgen Limbach, Hans Josef Rupp

(Archiv des Bürgervereins Heckinghausen e.V.)

Heitere Stimmung im Festzelt (Archiv des Bürgervereins Heckinghausen e.V.)

Festschrift zum 100-jährigen Vereinsjubiläum



Der Kampf um das Stadtbad auf der Bleiche

Schon seit den 60er Jahren bemühte sich der Bezirksverein um die Herrichtung der im Kriege schwer beschädigten Herrenschwimmhalle im Stadtbad Auf der Bleiche. Hierzu gründete er im Dezember 1990 einen Förderverein, der in der Folgezeit auch einige Spendengelder sammelte. Mehrere Vereine der Kooperation Heckinghauser Vereine wurden Mitglied. Zugleich wurde versucht, alternative Entwürfe, insbesondere des Architekten Reczko, den politischen Gremien schmackhaft zu machen. Der Reczko-Entwurf sah mit ca. 3,5 Mio. DM erheblich geringere Kosten vor als der Entwurf des städtischen Hochbauamtes.

 

Die so entstandenen Hoffnungen trogen jedoch. Mehrfach tauchten Gerüchte auf, das Stadtbad solle geschlossen werden. Schon 1990 gründete sich eine Bürgerinitiative Stadtbad Bleiche, die gemeinsam mit dem Bezirksverein 4.200 Unterschriften gegen Schließungspläne sammelte. Die scharfe Kritik der Heckinghauser Bürgerschaft ließ die Schließungsgerüchte zunächst jeweils wieder verstummen.

 

Im Dezember 1992 - mitten im Vorweihnachtstrubel - platzte dann die Bombe: die Ratsmehrheit von SPD und FDP legte plötzlich ein Papier zur Schließung zahlreicher öffentlicher Einrichtungen aus Kostengründen vor. Hierzu gehörten auch 2 Schwimmbäder und 3 Kinder Kinder- und Jugendbüchereien, wobei Heckinghausen mit gleich 2 Einrichtungen, nämlich dem Stadtbad Auf der Bleiche und der Kinder- und Jugendbücherei in der Schule Meyerstraße besonders schlecht wegkam.

 

Der Bezirksverein organisierte sofort Unterschriftensammlungen gegen diese Vorhaben. Noch im Dezember 1992 zogen jeweils vor Ratssitzungen zwei Protestmärsche mit hunderten von Teilnehmern vom Geschwister-Scholl-Platz zum Rathaus. Im Anschluss an den zweiten Marsch konnte eine Bürgerabordnung tausende Unterschriften für den Erhalt des Stadtbades an Oberbürgermeisterin Kraus überreichen.

 

Nach den Festtagen wurde der Protest fortgesetzt; auf der Jahreshauptversammlung 1993 mussten Politiker der im Stadtrat vertretenen Parteien Rede und Antwort stehen; gegen den Nachtragshaushalt der Stadt Wuppertal wurden über 13.000 Einwendungen von Bürgern organisiert, ein bundesweit einmaliger Vorgang.

 

Leider blieb dieser Kampf erfolglos: Am 30. Juni 1993 wurde das Wasser abgelassen und das Bad geschlossen. Auch die in der ehemaligen Wannenstation eingerichteten Mehrzweckräume verfielen allmählich und gingen schließlich auf Jahre für Heckinghausen verloren. Die Geschäftsstelle des Bezirksvereins verblieb noch bis Ende 1994 im Stadtbad und wurde dann in ein ehemaliges Ladenlokal in der Werléstraße verlegt. Am 25.03.1995 folgte die feierliche Eröffnung mit zahlreichen Ehrengästen, an der Spitze Oberbürgermeisterin Kraus und Bürgermeister Richter. Damit war der letzte Mieter aus der „Bleiche“ verschwunden.

 

Immerhin scheint der Kampf der Heckinghauser Bürgerschaft unter Führung des Bezirksvereins doch Wirkung gezeigt haben. Die Stadt bemühte sich über Jahre um eine neue Nutzung, um eine Dauerruine im Zentrum Heckinghausens zu vermeiden. Nach Jahren des Leerstandes entstand 1997 dort ein Altenheim des Lazarus-Hilfswerks.

 

 

Im zerstörten Herrenschwimmbad (Sammlung Wolfgang Meyer )

Dunkle Wolken über dem Stadtbad Bleiche (Sammlung Gerhard Dabringhausen)

1997: Neubau Ecke Auf der Bleiche und Spiekerstr., im Hintergrund Umbau des Stadtbades zum Lazarushaus (Sammlung Gerhard Dabringhausen)



Nach dem Hundertjährigen

Der Kampf gegen die Schließung des Stadtbades Auf der Bleiche war zwar eine der arbeitsintensivsten Aktionen des Bezirksvereins, aber natürlich nicht die einzige. 1995/96 sorgten infolge von Unterschriftensammlungen von Anwohnern vorgenommene Verkehrsberuhigungsmaßnahmen der Stadt Wuppertal für Aufregung, die neben diversen Einbahnstraßenregelungen auch eine Durchfahrtssperre mittels Poller in der Werléstraße umfassten. Dank der sachkundigen Ausarbeitungen und Vorschläge des Bezirksvereins konnte eine bessere Lösung gefunden werden.

 

Auch auf dem Gebiet der Brauchtumspflege wurde der Bezirksverein aktiv. Mehrfach veranstaltete er Plattkallerabende sowie Wanderungen durch Heckinghausen und das Murmelbachtal, 1995 auch mit einem feucht-fröhlichen Neuanstrich des „Bunten Steins“. 1993 wurde am Eingang des Murmelbachtals ein Gedenkstein für den Heckinghauser Heimatdichter Waldemar van Wichelkus alias Gottfried Walter Dicke aufgestellt.

 

Im geschäftsführenden Vorstand erfolgte 1996 eine Änderung, als Werner Schwarz das Amt des 1. Kassierers von Hans-Hermann Oberlies († 2011) übernahm, der Ehrenmitglied wurde, genau wie Beirat Hans Josef Rupp († 2017), welcher viele Jahre lang die Jugend- und Mitgliederfahrten des Vereins organisierte. Die Auszeichnung als Ehrenmitglied war 1995 schon Marianne Beckmann († 1999) zu Teil geworden für ihre Verdienste um die Erforschung der Stadtteilgeschichte, insbesondere der Anlegung einer großen Sammlung alter Fotografien. 1998 wurde auch Kurt Steinert († 2005) Ehrenmitglied.

 

1998 rief das Beiratsmitglied Jörg Fett auf Bitten des Vorstandes eine neue Aktivität ins Leben: die Heckinghauser Reisefamilie. Für die Heckinghauser Bürgerschaft wurden Bildungs- und Erlebnisreisen in die verschiedensten Teile Deutschlands angeboten. Erstmals ging es vom 14. bis 18. August 1998 nach Dresden. Die Fahrt war schnell ausgebucht, und die Stimmung so gut, dass von nun an jährlich 2 bis 3 Touren angeboten werden konnten. Es ging in den Folgejahren nach Rügen (1999), Berlin (2000) und kreuz und quer durch Mecklenburg-Vorpommern (2002). 

 

 

Die Heckinghauser Reisefamilie weitete schon im nächsten Jahr ihr Angebot auch auf Reisen ins europäische Ausland aus, so Belgien und eine Donaukreuzfahrt (2001), Andalusien (2002), Gardasee und Schweiz (2003), Masuren (2004), Ägypten und Toskana (2005) und Malta (2007).

 

Die Helfermannschaft beim Westernabend im Murmelbachtal 1997 (Sammlung Gerhard Dabringhausen)

Heckinghauser am Bunten Stein (Sammlung Marianne Beckmann )

Die Heckinghauser Reisefamilie vor der Alhambra von Granada




Nach der Jahrtausendwende

Das Jahr 2000 begann mit einem einschneidenden Ereignis. Alters- und gesundheitsbedingt kandidierte Gerd Kohler bei der Jahreshauptversammlung am 23. März im Paul-Gerhardt-Haus nicht mehr für den Vorsitz. Sein Nachfolger wurde der bisherige 1. Stellvertretende Vorsitzende Günter Wolff, für den Heinz-Werner Huhnstock nachrückte. Gerd Kohler wurde als Dank für seine großen Verdienste für den Bezirksverein und Heckinghausen zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Als letzte Amtshandlung ernannte Gerd Kohler im Auftrag von Vorstand und Beirat das langjährige Beiratsmitglieds Julius Hille († 2002) zum Ehrenmitglied. Eine besondere Ehrung Gerd Kohlers erfolgte in einer Feierstunde am 4. Juni unter zahlreicher Teilnahme der Heckinghauser Bürgerschaft, der Vertreter von Stadtrat, Bezirksvertretung und Stadtverwaltung, Heckinghauser Vereinen, Abordnungen andere Bürger- und Bezirksvereinen u.v.m. Die Laudatio hielt Dr. Wolfgang Baumann, der Vorsitzende des Stadtverbandes der Bürger- und Bezirksvereine. Unter den diversen Geschenken für den Geehrten befand sich auch der Stuhl, von dem er aus viele Jahre die Vorstands- und Beiratssitzungen in der Gaststätte „Landsknecht“ geleitet hatte.

 

Für den neuen stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Werner Huhnstock brachte das Jahr 2000 schon bald den ersten Höhepunkt seiner Amtszeit. Bei der Fahrt nach Berlin wurde die Heckinghauser Reisefamilie vom Bundespräsidenten Johannes Rau in Schloss Bellevue empfangen. Hans-Werner Huhnstock und Jörg Fett waren die „Fähnleinführer.

  

Zur Jahreshauptversammlung 2006 wollte Günter Wolff eigentlich nicht mehr kandidieren. Hans-Werner Huhnstock war eigentlich seit längerem als Nachfolger vorgesehen, musste aber überraschend ausscheiden. Seine Rolle als 1. Stellvertretender Vorsitzender übernahm Jürgen Nasemann, der schon über langjährige Erfahrung als Beiratsmitglied und 2. Kassierer verfügte. So hängte Günter Wolff noch ein Jahr dran und der Wechsel im Vorsitz vollzog sich erst auf der Jahreshauptversammlung am 28. März 2007. Jürgen Nasemann wurde neuer Vorsitzender. Für ihn rückte Werner Schwarz nach, dessen Amt als 1. Kassierer Stephan Abel übernahm. Heinz Kurzhals blieb weiterhin 2. Stellvertretender Vorsitzender, seine Verantwortung für das Bleicherfest hatte er allerdings schon 2006 altersbedingt an Werner Schwarz abgegeben, half aber noch viele Jahre mit. Günter Wolff wurde Ehrenmitglied des Vereins.

 

Das Jahr 2008 brachte dann einen großen Verlust mit dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Gerd Kohler. Die Arbeit des Vereins wurde allmählich schwieriger. Ab 2010 musste aus finanziellen Gründen auf das Preisausschreiben im Heckinghauser Jahrbuch verzichtet werden. Das Jahrbuch wurde wegen des Rückgangs des Heckinghauser Einzelhandels schon ab 2006 nicht mehr in Eigenregie erstellt sondern durch die Bergischen Blätter, bis 2010 aber noch durch das Beiratsmitglied Elke Arnhold betreut. Diese Aufgabe übernahm dann der Vorsitzende selbst.

 

2011 erschien dann das „Buch Heckinghausen – 1300 Jahre an der Grenze zwischen Rheinland und Westfalen“, die bisher umfassendste Darstellung der Heckinghauser Geschichte. Autor war das langjährige Beiratsmitglied Gerhard Dabringhausen. Seine Beiratstätigkeit musste er aus beruflichen Gründen allerdings von 2005 bis 2022 unterbrechen.

 

Im gleichen Jahr wurde Heinz Kurzhals Ehrenmitglied, arbeitete aber noch einige Jahre im Beirat mit. Für ihn rückte Rechtsanwalt Andreas Ackermann als 2. Stellvertretender Vorsitzender nach. Für den Nachfolger als Chef beim Bleicherfest Werner Schwarz wurde die Organisation des Festes leider immer schwieriger, da die Belastungen durch Sicherheitsauflagen durch die Stadt Wuppertal immer weiter stiegen, insbesondere nach der Love-Parade-Katastrophe von Duisburg 2010. So konnten die Straße Auf der Bleiche und später die Mohrenstaße nur noch einseitig mit Ständen belegt werden, später zeitweilig gar nicht mehr.

 

Aber auch so knebelt die Stadt Wuppertal Festbetreiber mehr als dies Nachbarstädte tun. Nachdem eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Werner Schwarz beim Bleicherfest nach allen Regeln der Kunst abkanzelte, warf dieser das Handtuch und schied aus dem Vorstand aus. Zwei Jahre noch hielten Jürgen Nasemann und sein Vertreter Stephan Abel das Bleicherfest am Leben. Die Zahl der Trödler nahm aber aufgrund des geänderten Kaufverhaltens durch Internet-Plattformen wie ebay ständig ab. Dadurch sanken die Einnahmen, während die Kosten aufgrund der Sicherheitsauflagen ständig stiegen. Die feste 2017-19 erbrachten deshalb steigende Defizite, die die Kasse des Vereins zunehmend belasteten. Mit der Coronapandemie ab 2020 kam das Aus für das Bleicherfest. Im Jahr darauf musste auch die Geschäftsstelle aufgegeben und Frau Rettberg gekündigt werden. Auch die traditionelle Altenfeier fehlt seither.

 

Aufgrund eines Urheberrechtsproblems musste leider ab 2015 das alte Vereinslogo aufgegeben und durch ein neues ersetzt werden.

 

In der Jahreshauptversammlung 2011 löste Horst Bitzhenner ( 2017) Ursel Schulten als 1. Schriftführerin ab, die 2. Schriftführerin wurde. Beide tauschten aber schon 2013 wieder ihre Ämter. Neue 1. Kassiererin wurde 2011 Claudia Schwarz. 2014 zog sich Ursel Schulten dann endgültig in den Beirat zurück, wo sie bis 2018 verblieb. Ihr Nachfolger wurde Hans-Joachim Hollweg. Dr. Joachim Wittenstein löste Andreas Ackermann, der wegen seiner beruflichen Belastung ausschied, als 2. Stellvertretenden Vorsitzenden ab. Mit dem Ausscheiden von Werner Schwarz 2016 wurde dieses Amt allerdings abgeschafft und Dr. Wittenstein wurde stellvertretender Vorsitzender. 2017 folgte dann Stephan Abel als Stellvertretender Vorsitzender, während Dr. Wittenstein die Aufgaben des 1. Kassierers übernahm. 2018 wurden dann die Ämter des 2. Schriftführers und des 2. Kassierers abgeschafft, da insbesondere Bewerber für das Amt des 2. Kassierers fehlten. Insgesamt nahm die Zahl der Aktiven wie auch der Mitglieder deutlich ab, ein Problem, das viele Vereine haben.

 

2019 übernahm Klaus-Dieter Warnecke die Aufgabe des Schriftführers. Auf Vorschlag des Stadtverbandes der Bürger- und Bezirksvereine wurde Jürgen Nasemann im gleichen Jahr mit dem „Wuppertaler“ für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

 

 

Einweihung des Denkmals für Waldemar van Wichelkus am 6. November 1993 am Eingang des Murmelbachtals (Sammlung Marianne Beckmann )

Bleicherfest 1995, von links nach rechts: Jürgen Nasemann (Vorsitzender 2007-2024, Ehrenmitglied Marianne Beckmann, Gerd Kohler (Vorsitzender 1968-2000, Oberbürgermeisterin Ursula Kraus, Günter Wolff (Vorsitzender 2000-2007) und "Mister Bleicherfest" Heinz Kurzhals (Sammlung Marianne Beckmann )

Die Heckinghauser Reisefamilie beim Bundespräsidenten (Foto Jörg Fett )

Wolfgang Meyer organisierte viele Jahre die Wanderungen des Bezirksvereins. Bei der Wanderung nach Beyenburg 2001 stärkt sich Vorsitzender Günter Wolff mit einem Süppchen. (Sammlung Gerhard Dabringhausen)

 

Ältestes Bild von Heckinghausen, nach einer Vorlage aus der Stadtbibliothek, koloriert von Wolfgang Meyer 

Das neue Logo von 2015

 


Neustart nach der Pandemie - Vom Bezirksverein zum Bürgerverein

Mit der Pandemie ab 2020 kamen auch die Aktivitäten des Bezirksvereins weitgehend zum Erliegen. Veranstaltungen waren gänzlich unmöglich, Sitzungen konnten nur noch in kleinstem Kreise abgehalten werden. Die Kommunikation in Vorstand und Beirat lief weitgehend per Telefon oder elektronisch. Da den Mitgliedern nichts mehr geboten werden konnte, wurden für die Jahre 2021-23 sogar die Mitgliedsbeiträge nicht erhoben. Nur das Heckinghauser Jahrbuch erschien wie üblich. Nach Abflauen der Seuche meldete sich der Bezirksverein bei den Heckinghausern am 25./26.06.2022 mit einem Sommerfest auf dem Bauhausparkplatz zurück.

 

Da sich bisher kein Nachfolger fand, musste Jürgen Nasemann den Vorsitz weit länger ausüben als geplant. Erst zur Jahreshauptversammlung am 17.04.2024 fand sich mit Gerhard Dabringhausen ein Nachfolger. Detlef Horn wurde stellvertretender Vorsitzender, Annette Babetzki Schriftführerin und Dirk Lieverkus Kassierer. Jürgen Nasemann, der krankheitsbedingt an der Jahreshauptversammlung nicht teilnehmen konnte, wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Leider verstarb er noch in der Reha, bevor ihm die Ehrenurkunde hierzu überreicht werden konnte. Uschi Schulten wurde Ehrenmitglied.

 

Diese Jahreshauptversammlung brachte außerdem eine gravierende Neuerung: Auch wenn der Verein allen Grund dazu hatte, auf seinen Namen „Bezirksverein“ stolz zu sein, so erwies sich dieser Name als immer unpraktischer. Es fanden ständig Verwechselungen mit der Bezirksvertretung statt. Viele Bürger konnten mit dem Begriff Bezirksverein nichts mehr anfangen, mit dem Begriff Bürgerverein sehr wohl. Der Heckinghauser Verein war auch der letzte der zahlreichen Bürgervereine in Wuppertal, der ausschließlich den Begriff „Bezirksverein“ verwendete. Nur ein anderer Verein nannte sich „Bürger- und Bezirksverein“, alle anderen nur Bürgerverein. So entschloss sich der Vorstand schweren Herzens, der Mitgliederversammlung die Namensänderung zu empfehlen, welche dies dann beschloss.

 

Eine Fülle von Aufgaben erwartete die neue Mannschaft von Vorstand und Beirat. Vor allem ist die Digitalisierung des Vereins voranzutreiben. Eine weitgehende Überarbeitung der homepage war die Folge. Außerdem erfolgte wieder eine stärkere Ausrichtung auf die Lokalpolitik, das ursprüngliche Tätigkeitsfeld der Bürger- und Bezirksvereine. Gerade Verkehrsprobleme wie Temporeduzierungen zwecks Lärmschutz, Gehwegparken, diverse Baumaßnahmen u.ä. wurden mit Stellungnahmen und Bürgeranträgen begleitet. Hinzu kam der Kampf um Erweiterung der im Zuge der Pandemie drastisch reduzierten Öffnungszeiten der Heckinghauser Sparkassenfiliale.

 

Einen besonderen Erfolg erzielte der Verein mit einem Antrag an den Stadtrat auf sachgerechte Verlegung der Bezirksgrenzen zu Oberbarmen im Bereich Widukind- und Waldeckstr. Der Rat entsprach dem Antrag, so dass zur Kommunalwahl 2025 Heckinghausen ein bisschen größer wird.

Sommerfest Juni 2022 (Sammlung Gerhard Dabringhausen)

Der neue Vorstand 2024, v. l. Dirk Lieverkus, Dr. Joachim Wittenstein, Gerhard Dabringhausen, Karsten Ansorg, Klaus-Dieter Warnecke, Nicki Ohl, Heiko Meins, Annette Babetzki, Detlef Horn, Dr. Stefan Kühn, Stephan Abel und Marion Weinhold, es fehlen Andreas Ackermann und Michael Jacobi (Foto Antje Abel)